SOUVERÄNER EINZUG INS CUP-FINALE
Das grosse Hallen-Rätsel
Nach den Achtel- und Viertelfinalspielen in Weinfelden stand bereits das dritte Auswärtsspiel für die Frauenfelder an: In Tägerwilen sollten sie gegen den heimischen Unihockey-Club antreten. Vor Ort versammelt, zeigte sich alsbald, dass dort nicht mit Unihockey gerechnet wurde. Nach einigen Irrungen und Wirrungen stellte sich heraus, dass der Cup-Fight in Salenstein stattfindet, so dass die Cup-Tour durch den Thurgau kurzfristig eine weitere Etappe erforderlich machte.
Viel Publikum, wenig Spannung
Die Hauptstädter zeigten sich trotz der kurzfristigen Umdisposition gelassen und nahmen sogleich nach Anpfiff das Zepter in die Hand. Sie gingen nicht nur rasch mit 1:0 in Führung, sondern liessen den Gegner von Beginn weg kaum Raum zum Spielen. Immer wieder überforderten sie den Gastgeber mit ihrem konsequenten Passspiel, und nach hinten standen sie gut und verteidigten solidarisch. So kamen sie immer wieder zu guten Chancen und Abschlüssen, während vor dem eigenen Tor wenig Bewegung zu verzeichnen war - und wenn doch, dann hielt der Torhüter souverän. So stand es zur Pause bereits 5:0, das zahlreich angereiste Publikum aus Frauenfeld kam in den Genuss einer starken und geschlossenen Leistung ihres Teams.
Zwei Kuchen für ein Halleluja
In der zweiten Hälfte legten die Löwen los, wie sie aufgehört hatten: Gleich der erste Angriff führte nach einer gelungenen Passstafette zum 6:0. So stellten sich nur noch die Fragen, ob ein „Stängeli“‘ (zehn Tore) und ein Shutout (kein Gegentreffer) gelingen würden. Da die Tägerwiler trotz Unterlegenheit weiter tapfer kämpften, waren die beiden Unterfangen nicht einfach zu erreichen. Mit der Aussicht auf zwei Kuchen (einer vom allfälligen Torschützen zum 10:0 und einer von den Goalies), pushten sich die Jungs zu weiteren Treffern und solidarischer defensiver Arbeit - und der Goalie hielt seinen Kasten mit guten Reflexen „sauber“. So war das Verdikt am Ende sehr deutlich und das Zwei-Kuchen-Ziel erreicht: Die Red Lions gewannen mit 13:0 - der Jubel war riesig!
Mögliches Löwen-Finale
Zurecht stellte der sichtlich begeisterte Coach Patrick Krüttli nach dem Spiel die Teamleistung in den Vordergrund. Falls es den Junglöwen gelingt, am grossen Finaltag am 26. April im Oberthurgau wieder ihr konsequentes Passspiel aufzuziehen und gemeinsam nach hinten zu verteidigen, haben sie gute Chancen. Sie treffen entweder auf Altnau - oder gar auf ihre Teamkollegen von der anderen D-Junioren-Mannschaft. Auf alle Fälle wird es spannend werden - und die D-Junioren werden im Wissen, gemeinsam bereits viel erreicht zu haben, mit viel Biss anreisen.



