Drei Punkte und doch zu wenig – 9:2 gegen Züri Süd
Wir gingen mit der klaren Absicht in dieses Spiel, hoch zug ewinnen, und legten von Anfang an mit 100 Prozent Pressing los. Bereits nach 2 Minuten und 18 Sekunden zappelte der Ball erstmals im Netz. Nach einem Zuckerpass von Thomas Schär traf Luke Marti und verbuchte seinen ersten Scorer – es sollte nicht sein letzter bleiben. Zehn Minuten später erzielte das gleiche Duo, wieder auf den gleichen Positionen, nach erfolgreichem Pressing das 2:0. Nach einem unnötigen Ballverlust in der Mittelzone folgte jedoch ein Sonntagsschuss ins untere rechte Eck. Nur Sekunden später gelang den Zürchern mit einem ausgezeichneten Backhandschuss aus kurzer Distanz der Ausgleich. Für unseren dritten Goalie war damit Feierabend. Nach überstandenem Box Play ging es in die erste Pause.
Rund vier Minuten nach Wiederanpfiff schockte Joa Jösler den Gegner nach einem simplen Ballgewinn von Leon Hobel, der den Ball beinahe vom gegnerischen Goalie serviert bekam. Zwölf Minuten später gab es erfreuliche Nachrichten für unsere sonst eher ineffiziente Powerplaylinie: Thomas Schär (im Liveticker steht fälschlicherweise Leon Hobel) spielte den Ball in den hohen Slot, wo Luke Marti seinen Hattrick vollendete. Das folgende Powerplay blieb ungenutzt, und so stand es nach 40 Minuten 4:2 für uns Löwen.
Nach einem Viertel der Zeit im Schlussdrittel kam es, wie man es erahnen konnte: Balleroberung von Thomas Schär, Pass vor das Tor, Captain Marti trifft. Tim Furrer (wieder falsche Scorervergabe) legte nach erfolgreichem Dribbling mit einem starken Schuss nach. Darauf nahm der gegnerische Coach sein Timeout, um seine etwas eingeschlafenen Spieler wachzurütteln. Doch diese Aufgabe übernahm Linus Frei, der das Geschenk des gegnerischen Captains dankend annahm und auf 7:2 stellte. Von Wachrütteln konnte allerdings keine Rede sein, denn es spielte nur noch ein Team – jenes mit den höheren Saisonzielen. Joa Jösler spielte einen sauberen Pass auf Leon Hobel, der scheinbar im Schlaf verwandelte. Eine unnötige Strafe bremste unser Spiel, wodurch sich das nächste Tor um sieben Minuten verzögerte, ehe Tim Furrer die Schaufel von Joa Jösler traf und den Ball in hohem Bogen über den Goalie ins Tor fliegen liess.
Wenig später war Schluss. Gratulation an unseren herausragenden Goalie Nino Tanner, der zweieinviertel drittel dichthielt.
Dennoch müssen wir in Zukunft noch mehr Tore schiessen. Drei Stunden später erfuhren wir, dass die Jets, der neue Leader, WinU mit 22:0 besiegt haben. Nun liegen wir punktgleich, aber mit zehn Toren weniger, auf Platz zwei.



